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Gerhard Bowitzky paddelt ein emotional bewegendes Abschiedsrennen

canoesprint2014-gerhard-bowitzky-2Zum Auftakt des Finalnachmittages der Parakanuten am Samstag hatte sich der erfahrene Haudegen Gerhard Bowitzky (Schwedt) im letzten Rennen seiner Karriere noch einmal besonders ins Zeug legen wollen. Obwohl bei weitem der Älteste im Feld der V1-Finalteilnehmer in der Klasse LTA über 200m, nahm er den Kampf gegen seine um einiges jüngeren Konkurrenten an, doch dann passierte es: Kurz nach der Hälfte der Strecke kenterte vor der Tribüne sein Boot – alle Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden zum Abschluss der Laufbahn waren dahin. „Ich war drauf und dran nach vorn zu fahren und hatte mich auch noch gut gefühlt. Dann hab’ ich kurz nach links geschaut, den Ausleger noch etwas hochgezogen und bin dadurch noch etwas mehr Risiko eingegangen. „Beides zusammen wurde mir dann zum Verhängnis“, beschrieb er sein Missgeschick.

Als seine Kontrahenten längst im Ziel waren, stieg er mit Hilfe der DLRG wieder in sein Boot und paddelte die unter Gesten des Bedauerns und dem aufbrausenden Beifall der zahlreichen Zuschauer die letzten Meter bis zur Ziellinie. „Dass ich gegen die jungen Leute nicht um die Medaillen mitfahren kann, war mir klar. Ich wollte hier vor allem mein letztes Rennen genießen und noch einmal eine gute Leistung zeigen“, sagte er später. 

canoesprint2014-gerhard-bowitzky-1Auch wenn dieses Rennen nun einen ganz anderen Verlauf nahm als er es sich vorgestellt hatte, genießen konnte er zumindest den Zuspruch der ihm applaudierenden Fans. „Das war für mich mehr wert als eine normale Zieldurchfahrt“, gewann er seinem Schicksal das Positive ab. Und das bestimmt auch die Rückschau des 58-Jährigen auf seine Wettkampfjahre: „So wie ich mit knapp 54 noch in den Leistungssport einsteigen zu können ist einfach genial, das ist so schön, ich betrachte es als eine große Auszeichnung.“ Seine Karriere im Para-Kanu begann Ende März 2010, im gleichen Jahr gewann er schon in Posen WM-Silber. Seine größten Erfolge feierte er 2012, als er Europa- und Weltmeister wurde. Obwohl er zunächst keine Ambitionen auf einen Einstieg in den Wettkampfsport hatte und DKV-Präsident Thomas Konietzko ihn regelrecht „beknien“ musste, diesen Schritt zugehen, hat er sich schließlich doch „durchgebissen“, wie er sagt: „Ich habe immer versucht an meine Grenzen zu gehen.“ Und er betont, all dass Erreichte auch genossen zu haben: die erste Medaille, den ersten WM-Titel, die Wertschätzung, die ihm dadurch zuteil wurde und die Tatsache, dass er in seiner Heimatstadt Schwedt bekannt wurde. 

Im Wettkampfsport wird man den alten Haudegen Gerhard Bowitzky nun nicht mehr erleben, dem Kanusport, insbesondere dem Para-Kanu aber bleibt er treu. Schon gibt es erst Projekte, auf die er sich freut. So macht er im nächsten Jahr bei einer Initiative seines früheren Bundestrainers Horst Schlisio mit: Von der Stadt Hof will er auf Saale, Elbe und Oder bis nach Schwedt paddeln und dabei unterwegs in den regionalen Medien für die Sportart Para-Kanu werben.
So gesehen hat er zwar dem Wettkampfsport adé gesagt, die Kanu-Laufbahn von Gerhard Bowitzky ist noch lange nicht zu Ende.

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